Montag, 7. November 2011

First Impressions


Hey, hey,
hier nun endlich mein schon so lang ersehnter Blog für euch.

Nachdem der Blog nun tagelang daran haperte onlinezugehen, weil ich einfach keinen passenden Titel fand (kreative Sinnkriese lässt grüßen, fängt ja super an ^^) steht er nun dank Susi ;) unter dem Motto Hakuna Matata, Suaheli für "Es gibt keine Probleme/Alles im grünen Bereich" . In Äthiopien wird Suaheli jedoch nicht gesprochen, soweit ich weiß und die Redewendung kommt eigentlich aus Kenia. Und doch passt es, finde ich, zu meinem Abenteuer "'Äthiopien". Inwiefern, werde ich noch herausfinden und natürlich auch berichten. :)

Nach langen Wochen der Vorbereitung für die Reise ging es gestern ca. 22.30 Uhr los, der Flieger hebt ab, der Boden entfernt sich und alles wird zu winzigen Lichtpunkten. (Markus, aus der Höhe hätten wir faszinierende Aufnahmen der Lichtverschmutzung machen können :D ) Ein Film, eine Mahlzeit (überraschend deutsch bzw. italienisch mit Pasta ^^) und viel zu wenig Schlaf später, erblickte man die Berge Äthiopiens rund um Addis Abeba. Schon aus der Luft ein ganz anderer Blick als der über europäischen Gefilden. Wo man hinschaut winzigste Dörfchen von Strohhütten und Felder, kaum Wald. Ausreise, Flug und Einreise funktionierten wunderbar reibungslos.

Im Büro (und meinem Zuhause) angekommen, musste ich dann erst mal einige Stunden Schlaf nachholen und konnte vor Müdigkeit schon kaum alle Eindrücke der Fahrt hierher richtig wahrnehmen. Dennoch machten sich der andersartige Verkehr, kuriose Baugerüste aus Holz und der fast schon idyllisch schöne Weg von der Hauptstraße zum Haus bemerkbar, auf welchem ich die ersten drei streunenden kleinen Hundebabys entdeckte. Von denen und den Ausgewachsenen soll es hier wohl zahlreiche geben, wie mir berichtet wurde, weil sie wegen Geldmangels von ihren Besitzern einfach ausgesetzt werden und sich dann eben unkontrolliert vermehren können. "Idyllisch schön" muss man sich aber anders als europäische Idylle vorstellen. So ging es, auch wenn es nur ein kurzes Stück Weg war, auf und ab durch kleine, enge Gassen, die wie in Wald und Wellblechwüsten geschlagen wirkten. Deren Straßenbelag muss wohl aber aus dem Mittelalter stammen, da es schlicht im Boden aneinander gereihte, unbearbeitete Steine sind. Gut, dass wir mit einem Jeep unterwegs waren, der diese "Piste" auch nehmen kann.

Nach ein paar Stunden Schlaf musste ich, trotz der Tatsache, dass hier eigentlich Frühling ist und die Regenzeit bereits seit September vorbei, dann mit anhören und -schauen, wie dicke, fette Regentropfen auf die Dächer des Hauses und die Wellblechdächer der umliegenden Hütten prasselte. Denn anders als erwartet, sind hier nicht getrennt befindliche "Zonen" von Arm und Reich in der Stadt, wie ich es in diversen Büchern über andere arme Länder las. Sondern hier befinden sich die Gegensätze direkt Tür an Tür. Schaue ich aus meinem hochgelegenen Fenster in meinem Zimmer (einer Art Villa für hiesige Verhältnisse) so blicke ich auf Wellchblechdächer.


Und nachdem es heute Abend zum Abendbrot dann in einem Restaurant ernsthaft echt italienische Pizza gab, bin ich doch sehr gespannt, was nun noch so alles Unerwartetes auf mich zukommen wird. Im Fazit des heutigen Tages, stelle ich fest: Man kann noch so viel über Land und Leute lesen und sich vorbereiten, es kommt dann aber immer anders als erwartet, oder auch: man lernt nie aus.

Ich könnte und würde gerne noch viel mehr schreiben, schon nach diesem einen Tag. Aber nun brauch ich dringend Schlaf, denn bei mir ist es schon 1 Uhr während es bei euch gerade 23 Uhr ist.

Auf bald ihr Lieben

3 Kommentare:

  1. Markus, aus der Höhe hätten wir faszinierende Aufnahmen der Lichtverschmutzung machen können :D
    ... tz tz

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  2. cooler erster eintrag, werde das hier weiterverfolgen. viel spaß noch. wie lang biste eigentlich dort?

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  3. ich werd bis 18. märz hier sein :)

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